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Freitag, 20. Juli 2012

Tag 122 - 123: Ruhetag Kloster Bucium + Kloster Sinca Noua - 24Km (1569Km)


Tag 122: Ruhetag Bucium Kloster (1545Km)
Dienstag, 10.07.2012

Der Rucksack ist gepackt. Nach dem Frühstück will ich weiter. Brasov ist nicht mehr weit.
Doch es kommt anders.

"Wir fahren nach dem Frühstück in den Wald um Holz zu holen. Da können wir gut Hilfe gebrauchen.", sagt einer der Mönche.

So bleibe ich noch einen Tag hier und helfe den Mönchen bei der Arbeit.
Da gerade Ferien sind, helfen auch einige Schüler und Studenten mit welche sich freiwillig gemeldet haben.

Daniel ist 24, studiert Theologie weil er nach Antworten sucht.
Sehr lange unterhalte ich mich mit ihm und einem Mönch über Religionen, und den Sinn des Lebens.
Wir haben viele sehr gute Gespräche.

Als wir jedoch mit dem Traktor und den kleinen Hänger in den Wald fahren mache ich leider eine unschöne Entdeckung.
Ich sehe einen großen LKW welcher gerade mit Holz beladen wird.
Der Wald wurde von einer privaten Person gekauft.
Nun wird der Wald abgeholzt und nicht wieder aufgeforstet.

Der Mensch ist wohl die einzige Spezies welche sich selbst zerstört...



Tag 123: Von Kloster Bucium nach Kloster Sinca Noua - 24Km (1569Km)
Mittwoch, 11.07.2012

Diesmal breche ich nach dem Frühstück auf.

Die Ruhe des Klosters zieht sich den ganzen Tag hinüber fort.
Es geht über schmale Feldwege, sehr wenig befahrene Straßen und schließlich durch einen Wald, wieder zu einem Kloster.
Menschen treffe ich kaum.

Zuerst denke ich viel nach, bin etwas traurig.
Dann jedoch denke ich dass alles so ok ist wie es ist.
Ich muss nicht immer Menschen um mich haben.
Die Abgeschiedenheit ist großartig.

Aber allein sein. Irgendwie vermisse ich ein wenig das Gefühl zu Hause zu sein. Einen Ort zu haben um, ja, um was eigentlich?
Ich habe die letzten Tage oft Ruhetage eingelegt.
Nicht weil ich zu müde vom gehen bin. Das ist der kleinere Teil.
Nein, ich denke genau deshalb. Dieses zu Hause Gefühl.
Mal 2,3 Tage an einem Ort zu verbringen. Anzukommen. Die selben Menschen öfter zu treffen. Tiefere Gespräche führen.

Als ich im Kloster ankomme werde ich von den Mönchen wieder sehr herzlich empfangen.
Dieses Kloster wird von Touristen nicht so oft aufgesucht.
Und so war mein Besuch ein echtes highlight.

Ich beziehe eine Hütte welche ich für mich alleine habe, nehme eine Dusche und anschließend essen wir alle gemeinsam zu Abend.

Es ist ein recht neues Kloster und wird erst von nur 3 Mönchen bewohnt.

Um 21Uhr findet bis 2Uhr ein Nachtgottesdienst statt. Da die Türen der Kirche geöffnet sind höre ich diesen leise in der Hütte in der ich schlafe.
Und so schlafe ich nach dem sehr guten Essen bei Gesang und Gebeten ein.

Da die 3 Mönche aufgrund des Nachtgottesdienstes am nächsten Tag etwas länger schlafen, ich jedoch recht früh aufbrechen will, haben sie mir ein Lunchpaket bestehend aus Brot, Joghurt, Apfel und Banane gegeben da wir am nächsten Tag nicht gemeinsam Frühstücken werden...



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