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Montag, 15. Oktober 2012

Tag 209: Von Sunny Beach nach Pomorie - 17Km (2378Km)


Freitag, 05.10.2012

Robin muss sehr früh weg da er etwas in Burgas zu erledigen hat. Wir frühstücken noch eine Kleinigkeit gemeinsam dann verabschieden wir uns.

Er lässt mich allein in seinem Appartement.
Und das, nachdem er schon sehr viele schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hatte wie er mir erzählte.
Er wurde von von einer Dame hier in seiner Wohnung bestohlen und ist auch schon einmal auf der Strasse zusammengeschlagen und ausgeraubt worden.
Und trotzdem hat er sein Vertrauen in die Menschen nicht verloren.

Ich möchte seinen Glauben und sein Vertrauen in die Menschheit haben.
Ich möchte die Fähigkeit haben welche es ihm ermöglicht mir, nach all dem was ihm widerfahren ist, so zu Vertrauen.

"Take it easy but take it anyway" waren seine Worte zum Abschied.
Ich bedanke mich sehr für seinen Vertrauensbeweis.
Gerne hätte ich noch etwas gesagt doch passende Worte fielen mir in dem Augenblick nicht ein.

Ich reiste heute zum 15Km entfernten Kloster St. Georgi im Ort Pomorie. Den Tipp bekam ich von einem Facebook Freund.

Doch zuvor, auf dem direkten Weg dorthin liegt die wunderschöne alte Stadt Nessebar. Diese ist Unesco Welt Kulturerbe.
Die Geschichte dieser Stadt geht bis auf das 5. Jahrhundert vor Christi zurück wo sie von Griechen besiedelt wurde.
Ich verbringe dort einige Zeit, schlendere durch die kleinen Gassen und schaue mir die alten Gebäude an.
Ich erfahre dass ein recht großer Teil der Stadt viel weiter draussen im Meer war und bereits unter Wasser liegt.

Nach einer ausgiebigen Pause mache ich mich anschließend weiter auf den Weg nach Pomorie zum Kloster.

Dort werde ich sehr herzlich empfangen. Einer der 4 Mönche welche hier leben spricht sehr gut englisch.
Ich freue mich auf den Austausch mit ihm.

Zum Abendessen gibt es Fisch. Ich bin mir nicht sicher. Vielleicht war es ein Wal. Jedenfalls ist er riesig und sehr lecker.
Ich kam beim gemeinsamen Abendessen mit einem russischen Künstler ins Gespräch.
Vladimir lebt hier im Kloster und hat seit 1nem Jahr auch sein Atelier hier. Er verdient mit den Gemälden sein Geld und er hilft den Mönchen bei der Restauration des Klosters.

In Russland ist es Tradition nach dem Abendessen eine Tasse schwarzen Tee zu trinken wozu er mich herzlich eingeladen hat.
Bei russischer Musik und gutem Tee sitzen wir bis spät in die Nacht in seinem Zimmer und unterhalten uns, schweigen gemeinsam und bewundern seine Bilder...

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