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Montag, 28. Mai 2012

Tag 75 - 79: 3. - 7. Ruhetag in Arad (1122Km)

Donnerstag, 24.05 - Montag, 28.05.2012

Wie vertreibt man sich in Rumänien die Zeit sinnvoll, während ich weiter auf die Ankunft von Veronika warte?

Ich halte Vorträge in Schulen, arbeite auf der Baustelle und schaue TV.

Das coole im Rumänischen Fernsehen ist für mich, dass viele Filme in Originalsprache mit rumänischen Untertiteln gezeigt werden.
So hab ich echt Freude daran, mal den ganzen Tag nichts zu tun und mich berieseln zu lassen.

Besonders witzig finde ich die rumänische Version des Senders MTV, wo den ganzen Tag billig gemachte Musikvideos mit halb nackten Frauen zu sehen sind welche nicht singen können und dabei versuchen gut aus zu sehen.
Sorry - Meine Meinung. Aber wie gesagt lustig anzuschauen.

Nachdem ich einen Tag zuvor den ganzen Tag den Putz von den Steinen abgeschlagen habe, hab ich heut ganz schön Muskelkater in den Händen.
Aber es hat was gebracht. Die Reisekasse hat sich gefreut und die Zeit ging auch ruck zuck vorbei.

Den Job hat mit Emil gegeben. Bei dem wohne ich derzeit auch.
Von Daniela musste ich mich nach 3 Tagen leider verabschieden da ihr Urlaub vorbei ist und sie wieder zur Arbeit musste.

Emil habe ich schon am ersten Abend in Rumänien, in Turnu kennengelernt. Er ist ein guter Freund von Radu bei dessen Familie ich zu Gast war. Da er 26 Jahre lang in Deutschland gelebt hat, hat er beide Staatsangehörigkeiten, spricht perfekt deutsch und kennt sich auch in Rumänien perfekt aus.

Sonst passiert in Arad nicht viel.

Am Mittwoch war ich ein wenig spazieren.
Auf der Karte sah ich einen vermeintlichen Park mit einem Sternartigen Gebäude in der Mitte.
Das schau ich mir an, dachte ich. Leider blieb es bei dem Gedanken.
Es handelte sich bei dem Sternartigen Gebäude um eine Festung aus dem 17. Jahrhundert welche heute als Kaserne verwendet wird. Und leider hat das Militär was dagegen dass ich da so einfach reinspaziere.
Klar, hab ja auch keinen Termin...
Auch, dass ich bis hierher gelaufen bin beeindruckt die Wache am Eingangstor wenig. Er setzt noch nicht einmal seine Sonnenbrille ab. Sah ja auch cool aus. Doch auch Komplimente helfen nichts.

So gehe ich also wieder zurück in die Stadt.

Zum Abendessen gibt es 3 Tage Ungarisches Gulasch.
Interessante Geschichte. Ein Freund von Emil ist Lokführer. Und hin und wieder kommt es vor das Wild von Zügen erfasst wird.
Diesen Umstand verdanken wir unser Abendessen. Heut ist es ein Reh. Der Umstand des unglücklichen Todes dieses Tieres verursacht kurze Pausen beim genießen da man den Löffel immer wieder kurz aus der Hand legen muss um die kleinen und feinen Knochensplitter aus dem Mund zu nehmen. Aber lecker.

Heute und morgen bin ich von der Schule eingeladen worden von meiner Reise zu erzählen.
Eine Facebook Freundin ist auf diese Schule gegangen und kennt dort eine Lehrerin.
Ich rief bereits am Freitag kurz in der Schule an, und man hatte auch sofort ein offenes Ohr für meine Geschichte.
Heute hab ich bereits vor 4 Klassen gesprochen und morgen geht's weiter.

Nein ich hab noch nicht genug.
Es macht mir immer noch Spass den Schülern von meiner Reise zu berichten.
Und ich werd nicht müde davon...

Veronika ist inzwischen schon kurz vor der rumänischen Grenze und sollte in 2 Tagen hier eintreffen.

Das heißt dann auch für mich dass die Reise bald weitergeht...

So nett es hier in Arad auch ist. Ich will langsam auch weiter.
Sonst weiß ich bald nicht mehr was ich erzählen soll...

Kommentare:

  1. Hallo Stephan,

    ich mag deine Reise sehr und verfolge sie mit großer Begeisterung.

    "Auch, dass ich bis hierher gelaufen bin beeindruckt die Wache am Eingangstor wenig. Er setzt noch nicht einmal seine Sonnenbrille ab. Sah ja auch cool aus."

    Aber was glaubst du eigentlich, wer du bist? Hör endlich auf, dich als den größten Menschen der Geschichte wahrzunehmen. Ich habe noch nie jemanden kennen gelernt bzw. von jemandem gelesen, der sich nach 1000 km Wanderung immer noch so wichtig nimmt. Deine Selbstgefälligkeit wird früher oder später in Antipathie umschlagen und dir deine Reise erschweren.

    Also dann... Ich wünsche dir weiterhin eine gute Reise und dass du das Beste daraus machst!

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  2. Hallo Terence,

    Danke fuer Deinen Kommentar.

    Bitte nicht alles was ich schreibe so wichtig nehmen.
    Es war einfach Situationskomik.

    In erster Linie schreibe ich das Tagebuch fuer mich, damit ich in 10, 20, oder 30 Jahren auf diese Reise mit einem Laecheln zurueckblicken kann... :)

    Ich mache diese Reise weil sie Spass machen soll.
    Es ist nicht meine Absicht alles mit bitterboesem Ernst anzugehen.

    Nochmal Danke fuer Deinen Kommentar und Deine Glueckwuensche.

    Bis dann...
    Stephan

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