
Dienstag, 14. August 2012
Tag 149: Von Breaza nach Floresti - 23Km (1739Km)
Montag, 06.08.2012
Auf der kleinen Landstraße geht die Reise weiter.
Pause mache ich nach 12Km in Bobolia, auf einer Bank, im Schatten einer Kirche.
Die Tür ist geöffnet und drinnen findet gerade ein Gottesdienst statt.
Ich höre den Gesang und ab und zu kommt ein wenig von dem Weihrauch Duft vorbei gezogen.
Wundervolle Atmosphäre.
Vassile kommt aus der Kirche, sieht mich und spricht mich an. Ich erzähle ihm kurz die Geschichte von meinem nassen T-Shirt. Dass es mittlerweile schon 5 Monate unterwegs ist und schon recht viel gesehen hat.
Ob ich Hunger habe fragt er mich.
Er kennt in der Stadt Campina, welche nicht weit entfernt ist, einen guten Freund welchen er mir gerne vorstellen möchte.
Also packen wir den Rucksack ins Auto und fahren zu dem besagten Freund etwas essen.
Gemeinsam setzen wir uns in ein gemütliches Restaurant und haben eine fantastische Mittagspause.
Radu arbeitet in einem Reisebüro und reist ca. 5 - 6 mal im Jahr.
Er kennt sich in der Welt aus und gibt mir einige Tipps für die Türkei.
So sind z.Bsp. 2 Weltwunder auf meiner unmittelbaren Route.
Und er gab mir einen Geheimtipp im Osten der Türkei. Weit ab von Touristen.
Dazu aber etwas wenn es soweit ist...
Vassile hingegen arbeitet das ganze Jahr über in Spanien und ist nun für 1 Monat hier zu Hause bei seiner Familie.
Nach der Pause setzt mich Vassile wieder an der Kirche in Bobolia ab wo wir uns getroffen haben.
Er sagt dass 15Km weiter ein super schönes Motel ist welches er mir empfehlen kann.
Gut sage ich, ich werd es dort probieren. Er lächelt und wir verabschieden uns.
Was soll ich sagen. Man muss schon sehr aufpassen dass man sich im Zimmer bei eingeschalteter Klimaanlage nicht verkühlt.
Als ich nach 4h im besagten Motel ankam wartete Vassile im Schatten und trinkt gemütlich seinen 2. oder 3. Kaffe.
Er lädt mich ein und zahlt das Motel für mich. Er hat früher oft hier übernachtet und kennt das Personal. Daher bekam er einen günstigeren Preis.
Ich bin sprachlos.
Und da es im Motel kein Essen gab, drückt er mir noch 100Lei in die Hand, sagt ich solle mir eine Pizza liefern lassen und mir einfach eine gute Zeit machen.
Ich gehorche auf's Wort.
Ab unter die Dusche, das verschwitzte T-Shirt kurz durchgewaschen und dann aufs Bett gelegt und relaxt.
Der Fernseher hat nur 6 Programme.
Ich nutze die Zeit um nach langer Zeit wieder etwas zu lesen.
Lange jedoch nicht.
Ich kämpfe mit der Müdigkeit.
Um 21Uhr gehe ich ins Bett.
Ach, da bin ich ja schon...
Tag 148: Von Comarnic nach Breaza - 12Km (1716Km)
Sonntag, 05.08.2012
Es ist Sonntag. Es ist heiß. In Bukarest wurden an diesem Tag 42°c gemessen. Weit gehe ich heut nicht. Doch davon habe ich am frühen Morgen noch keine Ahnung.
Voll motiviert gehts erstmal los.
Zunächst noch ein Stück an der Nationalstrasse entlang, dann über Feldwege und schließlich auf kleinen Landstraßen.
Nach 10Km erreiche ich das Dorf Breaza.
Und gut gelaunt wie ich bin, grüße ich die Menschen mit einem freundlichen "Guten Tag."
Eine Dame bleibt stehen und fragt woher ich komme.
Wir beginnen eine kurze Unterhaltung.
Sie ist gerade auf den Weg zum einkaufen und fragt, ob sie mich auf einen Kaffe einladen darf.
Perfektes timing. Es wird langsam heiss. Zeit aus der Sonne zu verschwinden.
Natürlich darf sie. Wir gehen gemeinsam zu ihrem Haus wo gerade noch eine Freundin von ihr zu Besuch ist.
Dort angekommen stelle ich erstmal den Rucksack ab und verschnaufe.
Magda geht nun zum einkaufen und ist schon nach wenigen Minuten zurück.
Es gibt Kaffe, anschließend eine Kleinigkeit zu essen.
Wir unterhalten uns spitze denn sie spricht sehr gut englisch. Ihre Tochter lebt seit vielen Jahren in Florida. Sie war eine der glücklichen welche bei der Green Card Lottery gewonnen haben.
Das heißt die Tochter war glücklich und hat sich riesig gefreut. Magda, die Mutter weniger.
Denn seit dem Tod ihres Mannes im letzten Jahr, ist sie nun allein hier in Rumänien.
Doch wann immer es geht, meist 1mal im Jahr, fliegt sie für ein paar Wochen rüber um ihre Tochter dort zu besuchen.
Und viel Zeit verbringt sie hier auch mit einer alten Schulfreundin welche ja auch gerade zu Besuch ist.
Die Zeit vergeht.
Im Schatten der Weinsträucher ist es sehr angenehm und kühl.
Es gibt Pizza und Bier. Anschließend Eis.
Erst am späten Nachmittag mach ich mich wieder auf den Weg.
Allerdings nicht mehr weit.
Durch die lange Pause, das gute Essen und das Bier bin ich träge geworden.
Ihr habt das schon oft von mir gehört und ich will Euch nicht langweilen.
Aber könnt Ihr Euch vorstellen wie heiß es hier ist?
Lediglich 2Km tragen mich meine Füße noch.
Ich laufe an einem Hotel vorbei und frage auf gut Glück einfach mal nach ob ich bleiben darf. Der Rezeptionist greift zum Telefon.
Es geht alles sehr schnell.
Der Chef stimmt zu und ich hab ein prima Zimmer.
Volltreffer.
Ich fülle dem Empfangsschein aus und bekomme die Zimmerschlüssel samt 2 gratis Getränken.
Es kommt noch besser.
Am Abend ruft Marco an.
Ihn habe ich in Brasov kennengelernt.
Ganz nebenbei ist Marco genau in der selben Stadt geboren wie ich. Die Welt ist eben ein Dorf. Unglaublich.
Und Marco hat Freunde in Breaza.
Er sagt dass ich heute dort übernachten kann.
Gut, eine Übernachtungsmöglichkeit hab ich hier bereits.
Aber kennenlernen möchte ich die Freunde auf jeden Fall.
Er gibt mir die Telefonnummer und ich telefoniere mit den Freunden.
Und schon wenig später treffen wir uns zum Abendessen.
Die ganze Familie ist anwesend.
Bei sehr gutem Wein sitzen wir bis spät in die Nacht zusammen.
Ein sehr sehr lustiger Abend.
Wieder zurück im Hotel schlafe ich mit einem Grinsen im Gesicht ein.
Ein verrückter gelungener Tag. Doch so ist das Leben. Es gibt kein festes Drehbuch.
Es ist Sonntag. Es ist heiß. In Bukarest wurden an diesem Tag 42°c gemessen. Weit gehe ich heut nicht. Doch davon habe ich am frühen Morgen noch keine Ahnung.
Voll motiviert gehts erstmal los.
Zunächst noch ein Stück an der Nationalstrasse entlang, dann über Feldwege und schließlich auf kleinen Landstraßen.
Nach 10Km erreiche ich das Dorf Breaza.
Und gut gelaunt wie ich bin, grüße ich die Menschen mit einem freundlichen "Guten Tag."
Eine Dame bleibt stehen und fragt woher ich komme.
Wir beginnen eine kurze Unterhaltung.
Sie ist gerade auf den Weg zum einkaufen und fragt, ob sie mich auf einen Kaffe einladen darf.
Perfektes timing. Es wird langsam heiss. Zeit aus der Sonne zu verschwinden.
Natürlich darf sie. Wir gehen gemeinsam zu ihrem Haus wo gerade noch eine Freundin von ihr zu Besuch ist.
Dort angekommen stelle ich erstmal den Rucksack ab und verschnaufe.
Magda geht nun zum einkaufen und ist schon nach wenigen Minuten zurück.
Es gibt Kaffe, anschließend eine Kleinigkeit zu essen.
Wir unterhalten uns spitze denn sie spricht sehr gut englisch. Ihre Tochter lebt seit vielen Jahren in Florida. Sie war eine der glücklichen welche bei der Green Card Lottery gewonnen haben.
Das heißt die Tochter war glücklich und hat sich riesig gefreut. Magda, die Mutter weniger.
Denn seit dem Tod ihres Mannes im letzten Jahr, ist sie nun allein hier in Rumänien.
Doch wann immer es geht, meist 1mal im Jahr, fliegt sie für ein paar Wochen rüber um ihre Tochter dort zu besuchen.
Und viel Zeit verbringt sie hier auch mit einer alten Schulfreundin welche ja auch gerade zu Besuch ist.
Die Zeit vergeht.
Im Schatten der Weinsträucher ist es sehr angenehm und kühl.
Es gibt Pizza und Bier. Anschließend Eis.
Erst am späten Nachmittag mach ich mich wieder auf den Weg.
Allerdings nicht mehr weit.
Durch die lange Pause, das gute Essen und das Bier bin ich träge geworden.
Ihr habt das schon oft von mir gehört und ich will Euch nicht langweilen.
Aber könnt Ihr Euch vorstellen wie heiß es hier ist?
Lediglich 2Km tragen mich meine Füße noch.
Ich laufe an einem Hotel vorbei und frage auf gut Glück einfach mal nach ob ich bleiben darf. Der Rezeptionist greift zum Telefon.
Es geht alles sehr schnell.
Der Chef stimmt zu und ich hab ein prima Zimmer.
Volltreffer.
Ich fülle dem Empfangsschein aus und bekomme die Zimmerschlüssel samt 2 gratis Getränken.
Es kommt noch besser.
Am Abend ruft Marco an.
Ihn habe ich in Brasov kennengelernt.
Ganz nebenbei ist Marco genau in der selben Stadt geboren wie ich. Die Welt ist eben ein Dorf. Unglaublich.
Und Marco hat Freunde in Breaza.
Er sagt dass ich heute dort übernachten kann.
Gut, eine Übernachtungsmöglichkeit hab ich hier bereits.
Aber kennenlernen möchte ich die Freunde auf jeden Fall.
Er gibt mir die Telefonnummer und ich telefoniere mit den Freunden.
Und schon wenig später treffen wir uns zum Abendessen.
Die ganze Familie ist anwesend.
Bei sehr gutem Wein sitzen wir bis spät in die Nacht zusammen.
Ein sehr sehr lustiger Abend.
Wieder zurück im Hotel schlafe ich mit einem Grinsen im Gesicht ein.
Ein verrückter gelungener Tag. Doch so ist das Leben. Es gibt kein festes Drehbuch.
Mittwoch, 8. August 2012
Tag 147: Von Busteni nach Comarnic - 20Km (1704Km)
Samstag, 04.08.2012
Ein wunderschöner Wandertag mit einem fantastischen Ende.
Der ganz normale Wahnsinn.
Der Tag beginnt mit einem guten Frühstück.
Ich komme in den genuss der leckersten braunen Schokocreme seit Menschen Gedenken.
Das muss einfach ein guter Tag werden.
Und ich bin froh dass es Wochenendsverkehr gibt und die Strassen heute zum Samstag so richtig stark befahren sind.
Warum?
So war ich gezwungen einen anderen Weg zu finden.
Und den habe ich gefunden.
Nicht nur eine Notlösung.
Für mich der perfekte Weg. Zum einen muss ich nicht über die Berge. Es geht stundenlang durchs Tal. Und das wahrscheinlich am so ziemlich tiefsten Punkt. Keinerlei Steigung. Immer flach geradeaus, entlang der Bahnschienen. Direkt neben einem Fluss.
Traumhaft. Eine Ruhe, eine Landschaft. Unglaublich schön.
Und zum anderen, kann ich das alles so richtig schön genießen ohne mich auf den Verkehr konzentrieren zu müssen.
Eine kurze Pause mache ich auf einem einladenden, sehr bequemen Sofa auf der Veranda eines alten, verlassenen Hauses.
Hät ich mich auf dieses bequeme Sofa hingelegt wäre das sehr gefährlich geworden.
Doch das wunderschöne Tal ruft mich. Ich bin gespannt wie es weitergeht.
Fantastisch.
Irgendwann, nach 20Km, kommen die Schienen dann direkt wieder zur Nationalstraße.
Was auch gut ist. Es ist bereits 15Uhr und bis auf die kurze Pause auf dem Sofa bin ich durchgelaufen.
Reicht für heut.
Ich entdecke unweit entfernt ein Motel und beschließe, es dort direkt zu versuchen, einen kostenfreien Schlafplatz zu bekommen.
Ein freundlicher Herr nimmt mich in Empfang. Er hört sich interessiert meine Geschichte an, kann es selber jedoch nicht direkt entscheiden.
Er geht nach hinten zur Chefin.
Diese hat nichts gegen einmal kostenfrei übernachten und essen einzuwenden.
Und dann hab ich auch schon den Zimmerschlüssel in der Hand.
Unglaublich. Ich mein, ich glaub das selbst manchmal alles nicht.
Vielleicht sind Staus, volle Strassen und andere Probleme im Leben genau dazu da.
Um neue Wege zu finden.
Schöne Wege. Welche vielleicht länger sind. Uns jedoch genau dahin bringen wohin wir wollen.
Und genau in der Zeit die es benötigt.
Und vielleicht findet Ihr heraus, dass Ihr immer genau zu dem Zeitpunkt an genau dem Ort ankommt an dem Ihr erwartet werdet.
Nur Vertrauen.
Ein wunderschöner Wandertag mit einem fantastischen Ende.
Der ganz normale Wahnsinn.
Der Tag beginnt mit einem guten Frühstück.
Ich komme in den genuss der leckersten braunen Schokocreme seit Menschen Gedenken.
Das muss einfach ein guter Tag werden.
Und ich bin froh dass es Wochenendsverkehr gibt und die Strassen heute zum Samstag so richtig stark befahren sind.
Warum?
So war ich gezwungen einen anderen Weg zu finden.
Und den habe ich gefunden.
Nicht nur eine Notlösung.
Für mich der perfekte Weg. Zum einen muss ich nicht über die Berge. Es geht stundenlang durchs Tal. Und das wahrscheinlich am so ziemlich tiefsten Punkt. Keinerlei Steigung. Immer flach geradeaus, entlang der Bahnschienen. Direkt neben einem Fluss.
Traumhaft. Eine Ruhe, eine Landschaft. Unglaublich schön.
Und zum anderen, kann ich das alles so richtig schön genießen ohne mich auf den Verkehr konzentrieren zu müssen.
Eine kurze Pause mache ich auf einem einladenden, sehr bequemen Sofa auf der Veranda eines alten, verlassenen Hauses.
Hät ich mich auf dieses bequeme Sofa hingelegt wäre das sehr gefährlich geworden.
Doch das wunderschöne Tal ruft mich. Ich bin gespannt wie es weitergeht.
Fantastisch.
Irgendwann, nach 20Km, kommen die Schienen dann direkt wieder zur Nationalstraße.
Was auch gut ist. Es ist bereits 15Uhr und bis auf die kurze Pause auf dem Sofa bin ich durchgelaufen.
Reicht für heut.
Ich entdecke unweit entfernt ein Motel und beschließe, es dort direkt zu versuchen, einen kostenfreien Schlafplatz zu bekommen.
Ein freundlicher Herr nimmt mich in Empfang. Er hört sich interessiert meine Geschichte an, kann es selber jedoch nicht direkt entscheiden.
Er geht nach hinten zur Chefin.
Diese hat nichts gegen einmal kostenfrei übernachten und essen einzuwenden.
Und dann hab ich auch schon den Zimmerschlüssel in der Hand.
Unglaublich. Ich mein, ich glaub das selbst manchmal alles nicht.
Vielleicht sind Staus, volle Strassen und andere Probleme im Leben genau dazu da.
Um neue Wege zu finden.
Schöne Wege. Welche vielleicht länger sind. Uns jedoch genau dahin bringen wohin wir wollen.
Und genau in der Zeit die es benötigt.
Und vielleicht findet Ihr heraus, dass Ihr immer genau zu dem Zeitpunkt an genau dem Ort ankommt an dem Ihr erwartet werdet.
Nur Vertrauen.
Samstag, 4. August 2012
Tag 143 - 146: Von Predeal nach Busteni - 16Km (1684Km)
Dienstag, 31.07.2012 - Freitag, 03.08.2012
Heut geschieht eine kleine Zeitreise.
Ein weiterer wunderbarer Tag.
Also Zeitmaschinenschuhe angezogen, zugeschnürt und los.
Weg von der Strasse geht es heute wieder durch Wälder und über die Berge.
Wunderschön. Es sind keine Menschen hier unterwegs. Was eigentlich recht schön wäre, hätte mir nicht jemand gesagt dass es in diesem Gebiet viele Bären geben soll.
Und tatsächlich finde ich sehr viele frische Spuren.
Wirklich entspannen kann ich mich daher leider nicht.
Oft drehe ich mich um. Hmmmm, nix. Nur der Wind in den Bäumen der mir Streiche spielt.
Etwas schneller als sonst laufe ich meine Kilometer.
Um auf andere Gedanken zu kommen frage ich die Kühe ob sie Blinde Kuh spielen wollen. Leider nicht.
Die Köpfe gehen zwar kurz hoch, ich ernte verständnislose Blicke, ein Muhhh und sofort gehen die Köpfe wieder runter. Dienst nach Vorschrift.
Die Landschaft gibt alles. Es wird mit jedem Schritt schöner.
Leider kann ich sie wiederum nicht lange genießen.
Gerade auf der Spitze eines Berges angekommen muss ich auch schon wieder weiter da gerade dunkle Regen- und Gewitterwolken aufziehen.
Es scheint fast als hätte die Natur diesen wundervollen Ort nur geschaffen um hier alleine zu sein.
So ziehe ich nach ein paar Fotos und einmal tief durchatmen weiter.
Wenig später geht es auch schon los. Ich erreiche rechtzeitig den Wald der mich wieder hinunter in's Tal führt.
Über mir blitzt und donnert es gewaltig. Ganz trocken bleibe ich im Wald natürlich nicht, doch dem gröbsten bin ich entkommen.
Das schöne heute: Meine Unterkunft hab ich schon sicher.
Emil, den ich in Brasov kennengelernt habe, hat Freunde in Busteni.
Und genau da geht es jetzt hin.
Aus dem Wald heraus muss ich nochmal 3Km die Strasse entlang bis ich in Busteni ankomme.
Andrei und seine Frau nehmen mich herzlich auf.
Er arbeitet 6 Monate auf dem Schiff und ist gerade für 2 Monate zu Hause.
Die ganze Familie ist wieder zusammen und es gibt ein großes Fest. Ausgelassene Stimmung.
Ich nehme eine Dusche und Ruhe mich etwas aus.
Dann fragt Andrei mich ob ich ihn begleiten möchte. Er holt mit einem Freund sein Auto aus der Werkstatt ab.
"Klar" sag ich.
Wie wir so 20min. unterwegs sind sage ich dass ich die Straße kenne.
Hier bin ich vor 2 1/2 Wochen lang gewandert.
"Wo fahren wir hin um dein Auto zu holen?" frage ich.
"Nach Vulcan" sagt Andrei.
Es gibt so viele Dörfer in Rumänien. Und wir fahren genau zu diesem Ort. Unglaublich.
Ich muss laut lachen.
Selbstverständlich das wir kurz bei Harry und Stefi vorbeigeschaut haben nachdem wir das Auto aus der Werkstatt geholt haben.
Ohh hätte ich ihre Gesichter in dem Moment einfangen können.
Wundervoll.
Sie schwankten zwischen Freude und Verwunderung.
Ich freue mich riesig die beiden zu sehen.
Es gibt keine Zufälle im Leben.
Danke für diesen Moment.
Es ist für mich immer etwas besonderes wenn ich bekannte Menschen wieder sehe.
Da es jedoch schon spät ist bleiben wir nicht lange.
30min. später geht es wieder zurück nach Busteni.
Beim Abendessen bietet Andrei mir an noch einen weiteren Tag zu bleiben um die Umgebung zu erkunden.
Sehr schön. Das heißt zum einen ausschlafen und zum anderen den Rucksack stehen lassen.
Am nächsten Tag, nach dem Frühstück, mache ich mich zunächst auf in die Nachbarstadt Sinaia. Dort gibt es ein hübsches Schloss welches einen Besuch wert ist.
Doch gleich darauf zieht es mich hoch in die Berge.
Mit der Seilbahn geht es auf 2000m hoch. Und ohne den schweren Rucksack hüpfe ich wie eine Gazelle von einem Stein zum nächsten.
Das macht echt Spaß.
Bei besten Sonnenbrand Wetter verbringe ich 7h dort oben, wandere auf 2000m von Sinaia nach Busteni zurück.
Traumhafte Landschaft. Ich setze mich auf einen Stein und mache Pause. Blicke einfach nur in die Ferne. Ein Adler fliegt vorbei. Stille.
Nur der Wind der durch das Gras pfeift. Wundervoller Augenblick.
Zurück in Busteni.
Andrei sagt das ich noch einen weiteren Tag bleiben muss denn morgen wird gegrillt. Und ich würde wirklich etwas verpassen wenn ich da nicht mit dabei wäre...
Und recht hat er. Viele seiner Freunde kommen um seine Wiederkehr zu feiern. Das ist schon seit vielen Jahren ein bekanntes Ritual.
Bis spät in die Nacht sitzen wir zusammen und ich hab kein trockenes Auge sehen können.
Es kommt wie es kommen musste.
Ich bleibe noch einen weiteren Tag zum Ausruhen. Mit der ganzen Familie geht es in die Berge zu einem Salzsee.
Das ist ziemlich cool. Bisher habe ich davon immer nur gehört, jedoch noch nie live erlebt.
Der Aufstieg zu dem kleinen See ist etwas beschwerlich. Doch schon entlang des Weges sieht man die reichlichen Salzvorkommen.
Ist man dann im Wasser ist es echt unglaublich. Man kann nicht untergehen. Ja ok. Mit etwas Anstrengung wäre es sicher möglich.
Doch das macht keiner. Jeder genießt das Naturschauspiel in der fantastischen Landschaft und lässt sich einfach regungslos auf der Oberfläche treiben.
Lustiger Anblick.
Ich erlebte 3 wundervolle Erlebnistage mit dieser fantastischen Familie welche mich einfach nicht mehr gehen lassen wollte.
Und dafür bin ich so dankbar.
Abonnieren
Posts (Atom)